
mein Freund ist begeisterter Koch und deshalb würde ich ihm zum Geburtstag gerne ein richtig gutes Messerset schenken.
Leider kenne ich mich in dem Thema nicht so gut aus und weiß nicht, welche Marken unter Kochfans als die besten gelten.
Allerdings kann ich mir auch kein absolutes Profiset leisten, nehme an, das geht richtig ins Geld.
Kann mir jemand einen Tipp geben, welche Marken richtig gute Messer zu vernünftigen Preisen herstellen?
schon mal vielen Dank!!
messer
hallo,
also wir haben alle messer von wmf, also so einen messer block gekauft, dann sindse au gleich aufgeräumt :-).
die sind echt super,ein paar haben wir au noch von zwilling glaube ich,weils die mal von der real aktion gab *g*.
preise sind ok,wohnst du zufällig in der nähe von geislingen?da ist die fischhalle,werksverkauf von wmf, echt superpreise dort!!
lg,
nachtigall
Messer der Profis
Schau mal hier..
http://www.dick-messer.de/
diese Messer werden von Köchen und soweit ich gesehen habe auch auf den Schlachthöfen verwendet.
wenn du gute Messer haben willst spare nicht an der falschen Stelle, du bereust es sonst ganz schnell.
Gruß
Diedäää
Gute Messer !? =)
für den Hausgebrauch reicht sowas, ich habe welche von Vitrorix und Dick. aber jeder kann mit einem anderem Messer besser zb mein Chef der hat echt "alte" und "abnutze" Messer aber kann damit PERFEKT schneiden.
dass soll heißen dann das Messer jedem anderes in der Hand liegt und damit umgehen kann
Gruß Paul
was ist gut?
Was wird eigentlich als "gut" definiert? Mein Kochmesser ist von einem bekannten Kaffeeröster
, aber es schneidet mühelos reife Tomaten; ein anderes Messer von einem renomierten Porzellanhersteller allerdings nicht!
Ach ja, wie sollte das Messer eigentlich in der Hand liegen; und wie schneidet man richtig (nicht schnell wie die Super-Promi-Sterne Köche, sonder RICHTIG!)? Ich habe noch nirgends im Netz ein (deutschsprachiges) Video oder eine Erklärung gesehen. Ich habe in einem Forum gelesen, dass auch die angebotenen (teuren!) Kochkurse - jedenfalls in Frankfurt a.M. - da nicht drauf eingehen. Schade!
Grüße, Bea
Plastikmesser
Kann hier auch jemand was zu diesen neuen Kuststoffmessern sagen. Ich hab die in einem Laden gesehen und über der Verkaufsfläche war ein Fernsehe mit Werbung für das Ding. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass man damit gut arbeiten kann, aber ich lasse mich gerne belehrenKaffeeröster-Messer...
also als Student mußte ich ja eisern sparen, also hab ich mir auch 2 so Messersets (je drei große und drei kleine Messer) von diesem bekannten Kaffeeröster besorgt und kann jedem nur davon abraten. Bis auf das erwähnte Tomatenmesser und evtl. noch das Brotmesser, kann man die Messer echt in den Gulli kicken, nach dreimal benutzen sind sie stumpf...und wer will schon dauernd nachschleifen?! Also bei Küchenmesser hab ich nach dieser Erfahrung nur noch Wert auf Qualität gelegt. Zuletzt hab ich für meinen Freund bei WMF ein richtig teures Kochmesser gekauft (so um die 120 Euro), aber dass schneidet nach der x-ten Benutzung immer noch wie am ersten Tag.... und selbst wenn es nach 5 Jahren mal stumpf werden würde, hat uns WMF beim Kauf "einmal kostenloses Nachschleifen" angeboten...
Mittlerweile denk ich mir: Besser EIN teures Messer kaufen, dass ohne Probleme alles schneidet, als SECHS billige, die jetzt nur herumliegen und Platz wegnehmen. Und mal ehrlich - wer von uns Hobbyköchen braucht schon 10 verschiedene Profimesser? Ich denke am Anfang reicht ein wirklich Gutes und wenn man dann anfängt wirklich Tag und Nacht zu kochen, dann kann man sich ja die weiteren zulegen.
Ich würde mal in ein Fachgeschäft gehen und mich beraten lassen und dann kannst du ja auch immer noch zum Werksverkauf fahren und dass Messer deiner Wahl dort kaufen, wenn du noch bisschen was sparen willst....
Gruß Christinchen
Eisenzeit aus Japan/Solingen oder High-Tech aus Keramik
Die schönen teuren Japan-Messer der Profiköche (gesponsert) stammen noch aus der Eisenzeit.
Das soll bei uns heute "inn" sein, denn sie sind scharf, schön und für uns teuer (nicht gesponsert).
Aber sie sind auch empfindlich (Rost/Säure), müssen aufwendig nachgeschliffen werden, dürfen nicht in den Geschirrspühler und wer weiß, was noch alles Nicht. Als Schutzschild bei landenden Raumfähren würden sie verglühen.
Genaus aus dieser Entwicklung stammen die Keramik-Messer ab. Das ist High-Tech vom Feinsten. Diese Keramik wird entwickelt und quasi "gereift", durch Zugabe von Stoffen, die Härte, Elastizität und Hitzebeständigkeit anwendungsgerecht steigern. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:
Säurebeständig, hitzebeständig, langanhaltend scharf und Geschirrspüler geeignet. Im Ergebnis: Praxistauglich! Und dabei auch noch preiswert im Vergleich zu den Eisenzeit-Abkömmlingen.
Aber nicht in die Finger schneiden!
Keramik-Messer
ja genau die meinte ich mit Kuststoff-Messer. Du kannst diese also guten Gewissens empfehlen? Ich hab die noch nie live schneiden sehen und die sehen so billig aus...Vielleicht sollte ich mir die mal vorführen lassenSchlechtes Marketing
@DonGusto
Ich habe ein Keramik Küchenmesser (14cm Klinge) im Dauerbetrieb, ohne jegliche Probleme. Ich bin damit sehr zufrieden. Es ist auch schon auf den Granitboden gefallen. Das ist eben keine Tasse. Beim Preisvergleich gibt es auch teure Keramik-Messer oberhalb von 100 €.
Mein letztes stammte aber von der kleinen Supermarktkette A... Nord/Süd und kostete knapp 25 €.
Nachschleifen lassen sich diese Keramik-Messer in der Regel nicht (aufwendig, kostet 40 €) aber die sind auch viele Jahre scharf ohne Nachschleifen. Es ist halt die Frage was man möchte. Ein praktischer VW Golf für 25.000 € oder ein Mercedes SL AMG mit Flügeltüren, den man nur mit der Hand waschen kann, für 250.000 €. Genauso ist es mit den Messern, praktisch für 25 € oder empfindlich für 250 €. Eines darf man mit beiden Messern Stahl und Keramik nicht machen. Über das Brett kratzen und schaben, oder auf einem Glasbrett schneiden. Dann kann es zur Beschädigung der scharfen Schneide kommen. Natürlich empfehlen die gesponserten Profi-Köche ihre Stahlmesser, das liegt aber am schwachen Marketing der Keramik-Produzenten.
Scharfe Grüße
Zabaione
bin ein Mittelklassenkäufer
ich werd mir das mal alles anschauen. ich habe z.B. Messer, die hab ich geschenkt bekommt, die sehen billig aus und schneiden einfach alles. Die Keramik Messer werde ich mir mal anschauen, hab im vorbeigehen bei WMF (oder wie die heißen) eine Promoterin gesehen die mit Messern rumhantierte. Die hatte glaube ich diese Keramikmesser. Mal sehen...Schleife seit 30 Jahren Messer....
und Scheren, Werkzeuge, Sensen etc.
"Das" perfekte Messer kann es genausowenig geben wie den perfekten Menschen.
Ein Messer muß zum Benutzer passen.
Aber mal etwas zu den Wekstoffen: einen nichtrostenden Stahl kann man nie so scharf bekommen wie z.B. einen Carbonstahl.
Liegt einfach daran, daß Cr, Mo-legierte Stähle nur bedingt schmiedbar sind. Messer aus solchem Material sind also immer ein Kompromiß zwischen den gewünschten Eigenschaften.
Und das (regelmäßige!) Schärfen mit dem Wetzstahl ist nun wirklich nur Sekundensache. Richtiges Schleifen (also mit Materialabtrag) sollte man schon Könnern überlassen. Zum Üben kann man nicht wirklich teure Stücke empfehlen.
Keramikmesser sind so eine Philosophie für sich...nur etwas dazu: eine Entwicklung der Raumfahrt??? So wie Teflon und Taschenrechner? Jaja und die Erde ist eine Scheibe. Man muß doch nicht jeden Werbemist glauben.....
Werbemist??? Alle 3 Messerarten im Einsatz!
@tee-sanus
Alle drei Messerarten sind bei mir im Praxis-Einsatz.
Jede Messerart hat ihr spezielles Einsatzgebiet, das hat wenig mit dem Benutzer zu tun, eher mit der Aufgabe.
Edelstahlmesser sind anspruchslos und einfach in der Handhabung, schnell nachzuschärfen mit dem Wetzstahl, geschirrspülergeeignet (rosten nicht), auch am Knochen oder Kern einsetzbar.
Keramikmesser, vorsichtiger einzusetzen, nicht an harten Sachen, aber geschirrspülergeeignet, rosten natürlich nicht und sind am schärfsten.
Stahlmesser Santoku/Damast, vorsichtig einzusetzen, nicht an harten Sachen, rosten, müssen nach Benutzung (säureempfindlich) abgespült werden, sind nicht so scharf wie Keramik-Messer und mühsam nachzuschleifen.
Ich verstehe ja, das ein gestandener Messerschleifer über Keramik eine Philosophie entwickeln kann, aber Keramik wird durch Legierung auch für bestimmte Eigenschaften nutzbar gemacht. Das fängt schon vor der Weltraumfahrt mit der Nutzung als Isolator bei Hochspannungsleitungen an etc. Aber als die Erde noch eine Scheibe war, da gab es immerhin schon Eisenmesser.
Die mussten immer geschliffen werden, über 2000 Jahre, ein Top-Job.
Das entspräche heute einer Prognose für Microsoft Windows, das eine neue Version die nächsten 2000 Jahre nicht ohne Servicepack auskommt.Wer glaubt etwas Anderes?
Mit besten Grüßen
als die Erde....
noch eine Scheibe war, gab's auch schon Keramik......@zabaione
Um das hier klarzustellen: ich hab nix gegen Keramikmesser, deren Benutzung, Verbreitung oder Veräußerung!
Aber sie sind eine Entwicklung aus der "Schneidkeramik". Und die gibt's seid irgendwann Ende der 1930er ( das genaue Datum weiß ich nicht mehr, Werkstoffkunde ist auch schon ein wenig her bei mir.....). In den Weltraum fuhr da wohl noch keiner. Keramiken sind "Stoffgemenge", unterscheiden sich dadurch technisch von Legierungen.
Auf einzelne Messerarten wollte ich gar nicht eingehen. gemeint war, daß auch die Anatomie und persönliche Eigenheiten ( und durchaus auch Vorlieben
)des Nutzers eine Rolle bei der Messerwahl spielen sollten.
Meiner Erfahrung nach gehören Keramikmesser allerdings nicht zu den schärfsten, wohl aber mit Abstand zu den pflegeleichtesten.
Nichts für ungut: sowohl tee als auch zabaione wird man mit allen Messern schneiden können.....
Lieben Gruß
tee-sanus
keramik
ich habe noch kein eigenes, aber hab schön öfter mal eins benutzt. ich muss sagen ich bin echt begeistert von meinen bisherigen eindrücken....vielleicht werde ich mir mal in naher zukunft eins anschaffenRe: das perfekte Küchenmesser
Hallo, ich bin vor kurzem auf einem Onlineshop gestoßen der auch autorisiert von Friedr. Dick ist! Habe mir dort ein Premier Plus Kochmesser bestellt, damit kann man sogar Ananas usw. ohne Probleme schneiden.
Es gibt natürlich auch von Dick teure Messer, aber die von Premier Plus sind vom Preis her wirklich okay, haben auch schon einige Preise gewonnen!
Das Messer war übrigens schon nach 2 Tagen bei mir, hat super geklappt: http://www.kuechengut.de/index.php/cat/c1_Friedr--Dick.html
Messer
ich habe sowohl Messer von Dick als auch Messer aus der KAI Shun Pro Serie. Die Messer von Dick sind toll beim Schlachten und Ausbeinen, aber ansonsten bin ich weniger begeistert von ihnen. ImGegensatz dazu meine KAIs. Also Kochmesser einfach nur genial, aber natürlich nciht jedermans Geschmack. MAn sollte "seine" Messer immer erst in der Hand gehalten haben bevor man sie kauft und mit nach Hause nimmt.Re: das perfekte Küchenmesser
F. Dick hat die Premier Plus Messer nun mit einem Holzgriff neu aufgelegt, heißen tut das ganze Premier Nature - sieht ja ganz chick aus, vielleicht was für Weihnachten :D
Momentan benutze ich das Santoku der 1905 Serie und bin damit eigentlich ganz zufrieden. Ich denke sofern man die Messer regelmäßig schärft ist kein Messer der führenden deutschen Hersteller wirklich schlecht, weshalb ich da auch wirklich auf die Optik schaue.
Re: das perfekte Küchenmesser
Ich benutze hauptsächlich alles von kai-shun, nehme meine messer auch immer mit, egal ob ich bei freunden koche oder bei einem event. Hab schon andere getestet, sind auch gut, die schärfe ist wichtig, nicht unbedingt das aussehen. LG. Buggi
"Die Küche ist eine Welt, deren Sonne, der Kochherd ist" (Victor Hugo,1802-1885,franz.Lyriker und Maler)
Re: das perfekte Küchenmesser
ich hab die erfahrung meiner uroma übernommen: nicht-rostfreie messer sind schärfer. sie brauchen allerdings etwas mehr pflege, und eine etwas andere handhabung beim saubermachen: keine spülmaschine! das 17cm messer von der windmühle ist fast jeden tag im gebrauch ...Re: das perfekte Küchenmesser
Hallo,
Ich habe ein tollen Messerblock von Fissler. Gefällt mir sehr gut. Ist auch noch einigermassen preiswert.
Ca. 95€
LG
stafford
Ich habe einen einfachen Geschmack. Das Beste ist mir gerade gut genug.
Re: das perfekte Küchenmesser
Ich würde mich dafür erst einmal in einem einschlägigen Geschäft beraten lassen. Danach kannst du ja im Internet nach dem billigsten Preis suchen. Preisvergleichs-Webseiten gibt es ja mittlerweile genug.
Wenn dein Freund ein wirklicher Spitzenkoch und "Messer-Kenner" ist, würde ich allerdings weniger zu einem ganzen Messerset, als eher zu einem einzelnen Messer raten, das dafür etwas exquisiter ist.
Das non-plus-ultra unter den Messern sind mit Sicherheit die Keramikschneiden. In Schärfe, Härte und Widerstandskraft nicht zu überbieten. Leider weiß ich selbst nicht, in welchem preislichen Bereich sich diese bewegen, und welche Qualitätsunterschiede auch in diesem Segment vorzufinden sind.
Ich würde mich wie gesagt in einem Shop beraten lassen, du kannst ja hingehen und sagen das du schonmal von diesen "Keramikklingen" gehört hast *gg*Re: das perfekte Küchenmesser
Hallo gourmetkönig,
wen meinst Du? Im Geschäft beraten lassen ?
Ich konnte das nicht nachvollziehen.
LG
stafford
Ich habe einen einfachen Geschmack. Das Beste ist mir gerade gut genug.
Re: das perfekte Küchenmesser
Ich schwöre auf japanische Messer, aber in guter Qualität müssen sie sein.Messer-Fetisch
Ich habe hier am 23.9.2008 meinen Kommentar zum Keramikmesser abgegeben. Es ist bei mir täglich im Einsatz.Bis heute ist es scharf, es ist nix "rausgebrochen", es wurde nie "geschliffen", es war in der Geschirrspülmaschine, es ist sieht noch weiß aus wie neu. Ich hatte mir, weil es im Angebot einer Supermarktkette war (12,95 € zur Sicherheit mal ein zweites hingelegt, das ist noch in der Packung im Schrank und rostet auch da nicht.Wozu also dieser Hype mit Japanmessern, die dermaßen pflegeaufwendig sind? Es ist im Grunde wie mit den Autos. Ein Mercedes SLR vom AMG für 160.000 € oder ein Smart for Two, beide kommen von A nach B und wenn man drüberfährt, ist der Apfel platt. Ich freue mich immer darüber wenn im Fernsehen die Hobbyköche in den einschlägigen Kochsendungen von "Küchenschlacht bis perfektes Dinner" mit eine Japan-Kochmesser-Dolch beim Schneiden einer Schalotte die Pflasterindustrie sponsern.Schmecken muss, was auf den Teller kommt, ordentlich abgeschmeckt, frisch gewürzt und stimmig!
Re: das perfekte Küchenmesser
Also, ich habe vor ner Weile mal meine Messersammlung komplett aussortiert. Übrig geblieben sind:
- Kochmesser (20 cm) von Global
- Santoku (14 cm) von Global
- Office (9 cm) von Global
- Ausbeiner von solicut
- Brotmesser von Ikea
- Geflügelschere von WMF
Messer von Global finden sich in den Taschen von gut und gern 1/4 - 1/3 aller Profis. Warum? Sie sind recht günstig, komplett aus Stahl ohne Ansatz (hygienisch und gut zu reinigen), gut austariert, griffig, sehr scharf und sehr schnitthaltig und - vor allem für die Nicht-Vollprofis unter uns - auch gut selbst zu schleifen (600er bis 800er Wasserstein). Freilich gibt es schärfere Sachen, etwa wie besagte Shun-Serie von KAI, aber die kosten lässig knapp das Doppelte und sind wesentlich schwerer zu schärfen (Damast-Stahl). Außerdem haben sie angesetzte Griffe, sind also nicht sooo hygienisch wie die Globals.
Als ich einen Ausbeiner (das klassische Metzger-Messer) haben wollte, habe ich entsprechend auch das von Global probiert, war aber von der geringen Flexibilität enttäuscht. Die Firma "solicut" ist mir bis heute kein Begriff, aber das Messer ist spitze. Lässt sich locker um 45° verbiegen und ist so scharf, dass ich es manchmal sogar benutze, Tomaten für nen Salat zu schneiden. Schnitthaltig ist es auch. Aufgrund der Klingenform braucht man zum Selbstschleifen ein bisschen Übung, und da es einen aufgesetzten Griff hat, braucht es ab und zu eine Desinfektion. Das Ikea-Brotmesser reicht mir seit Jahren zu diesem Zweck: Brot schneiden. Die Geflügelschere ist bei mir quasi Multifunktionsschere, weil das Teil sehr stabil ist und erstaunlich lange schon scharf bleibt, egal, ob ich es dafür benutze, wofür es gedacht ist, oder dafür, Tetrapaks aufzuschneiden oder, statt der ewigen Schneiderei mit einem Messer, Kräuter damit zerkleinere. Nachteil ist, dass es recht kompliziert zu reinigen ist.
Noch ein kleiner Tipp: statt eines Messerblocks, einer Magnetschiene oder einer Messertasche empfehle ich diese Klingenschutzteile von Wüsthof. Die Schneiden der Messer werden da einfach reingeschoben. Echt tolle Erfindung. Sind sehr günstig und schützen die Klingen auch in der Schublade. Zum Transport kann man alle seine Lieblingsmesser dann einfach in ein oder zwei Küchenhandtücher einwickeln, Einmachgummis drum, fertig.
LG Habanero
"To me, life without veal stock, pork fat, sausage, organ meat, or even stinky cheese is a life not worth living." -- Anthony Bourdain
Re: das perfekte Küchenmesser
Hallo Freunde,
ich habe mir vor ca. einem Jahr zwei Messer aus Damast - Stahl (in vielen Lagen geschmiedetem Stah) zugelegt. Damit bin ich sehr zufrieden. Sie schneiden immer noch wie am ersten Tag. Natuerlich habe ich darauf geachtet nicht auf Stein Glas oder anderen harten Materialien zu schneiden. Sie sehen gut aus und haben eine super Qualitaet. Wie ich im Internet gesehen habe sind solche Messer auch in Deutschland nicht zu teuer. Ich habe hier in Shanghai 50,- Euro pro Messer hingelegt, aber es sollte auch in Deutschland kein Problem sein, ein solches Messer zu bekommen. Bitte dabei darauf achten, dass die Damastmaserung nicht einfach auf das Messer geaetzt ist um es als Damast Messer erscheinen zu lassen. Es sollte schon der richtige Damast Stahl sein.
LG Ralf
Re: das perfekte Küchenmesser
Hallihallo,
dass Kochlöffelchen längst etwas Passendes gefunden hat.
Grundsätzlich ist ein pauschaler Rat zum Messerkauf schwierig...genau wie ein passendes Geschenk sollte das Messer zum Adressaten passen. Hier gibt es einige Fragen zu Beantworten: Preislimit, wie gehe ich mit Messern um (Spülmaschine, Schublade...), hab ich Spass an Prestigeprodukten (Hand aufs Herz!), für welche Schneidarbeiten benötige ich überhaupt ein Messer...usw.
Das eigene zukünftige Lieblingsmesser sollte man immer vorher in der Hand gehabt haben: Gewicht, Handling und Griffform und -grösse sind enorm unterschiedlich. Man stelle sich nun den Metzger mit der Bärenpranke vor, der sein Lieblingsmesser einer zierlichen Frau empfiehlt...die Messergriffe haben, warum auch immer, nur Einheitsgrösse (man stelle sich soetwas zb bei Tennisschlägern vor, die sogar immer die gleiche Form haben, aber in verschiedenen Griffdicken selbstverständlich zu haben sind), die nur bedingt für alle Hände passend sind. Es ist auch nicht immer funktionell, wenn der Griff innerhalb einer Messerserie mit der Klingenlänge schrumpft...manchmal ist diesesangemessen, aber oft sollen Proportionen fürs Auge (und Prospekt) stimmen.
Also ganz wichtig: das Messer muss EINEM SELBST gut in der Hand liegen.
Generell muss man zwischen japanischen/europäischen Griffen, Klingenformen und Stähle unterscheiden, die mittlerweile bunt kombiniert werden und erhältlich sind. Über deren Beurteilung scheiden sich die Geister...
Aber: Jedes Messer braucht seine spezielle Pflege!
Zum Beispiel schneiden die meissten Leute in der Küche mit stumpfen Messer, ohne das wahrzunehmen (siehe Kommentar: schneidet seit 5 Jahren wie am ersten Tag...hihi). Grade der weichere europäische Stahl muss recht häufig gewetzt werden...je nach Schneidleistung alle paar Tage bis gar mehrmals täglich. Während die härteren Japanklingen (egal ob Mono-oder Mehrlagenstahl) immer als V geschliffen sind, sind die weicheren Europäer als U ausgeschliffen. Die Europäer brauche Wetzstahl, um den Grad zu richten, die Japaner muss man mit dem Schleifstein bearbeiten, wobei mit 1000er Körnung das Messer ausreichend scharf wird (Gebrauchsschärfe), zusätzlich mit 3000 richtig scharf und ab 8000er gar teuflisch scharf...und das auch mit Messern unter/um die 100€.
Also: Zu wieviel Pflege bin ich bereit?
Meiner Meinung nach ist die objektive Qualität der bekannten Marken schon im Einsteigerbereich enorm: selbst professionelle Köche bleiben gerne auch nach ihrer Ausbildung bei ihren klassischen Wüsthoff, Dick oder Zwilling. Auch den Köchestandard (im Besten Sinne gemeint) Chroma 301, Global, Haiku...gibt es als Kochmesser ab 59/69€ im Angebot, wenn man sucht. Braucht man als motivierter Hobbykoch mehr? Ich schneide mit meinem alten Kai Wasabi genauso gerne wie mit meinem Kasumi Superior...für mich ist der grösste qualitative Schritt vom Wühltischmesser zum Qualitätsmesser. Schon mit 'kleinen' Qualitätsmessern kann man bei entsprechender Pflege lange zufrieden sein ohne grosse Kompromisse.
Jenseits dieser Punkte wird wohl der eigene Lifestyle ausschlag geben: mag ich Solinger Tradition auf rustikal Art? Herder Windmühlenmesser im 'Naturlook' fallen mir da sofort ein; oder eher modernes Industriedesign von Solicut...
Das Messer ist für manche funktionales Werkzeug, für andere mehr.
Für eine gute Beratung sollte ich schon etwas mehr über den Suchenden wissen.
Um wirklich einem bestimmt Menschen zu SEINEM Wunschmesser zu verhelfen, muss man viele Fragen stellen und beantworten...aber gut schneiden kann man glücklicherweise mit vielen Messern!
Re: das perfekte Küchenmesser
Wer aktuell ein neues Lieblingsmesser sucht: heute ist meines angekommen: ein kleines Santoku in Petty-bzw Officegrösse. Dasselbe Klingenmaterial wie bei Kai Shun und Kasumi ( 33 Lagen V-10 Goldstahl; RW 60/61) mit schickem Griff in sehr sauberer Verarbeitung (also anders wie die krummen verkratzten 2.Wahldamastmesser vom Diskounter).
Hier zu 66€ (ab 20€ Versandkostenfrei) bzw. bis 05.03. 30Prozent Rabatt: also Oberklasse für 46 Euronen.
Hier der Link des Messers:
http://www.kochland.de/Japanisches-Kuechenmesser-Santoku_detail_657_376....
Hier die 30Prozentaktion für viele Küchenmesser:
http://www.kochland.de/Aktion_cat_376.html
...also einfach bei Abwicklung den Gutscheincode 'scharf2010' eintippen und 30Prozent sparen.
Zuschlagen!!!
Re: das perfekte Küchenmesser
Ciao tutti und speziell @Phileas,
gratuliere zu Deinem neuen Lieblingsmesser :-)
Ganz wichtig finde ich, was Du zu "Mensch und Messer" gesagt hast. Ein Messer sollte man unbedingt vor dem Kauf in die Hand nehmen. Nicht nur kurz mal aus der Verpackung, sondern eine Weile in der Hand halten. Manche gute Küchengeschäfte (wie "mein zweites Wohnzimmer" in Nürnberg, der "Küchen-Lösch" an der Lorenzkirche), lässt einen manchmal richtig probeschneiden.
Wenn wir eine Hose kaufen, tragen wir sie doch auch nicht direkt vom Ständer zur Kasse, oder? Wir probieren sie an, machen ein paar Schritte vor dem Spiegel, schauen, wie sie sitzt und fällt. So sollte man es auch mit einem Messer halten.
Viel wichtiger als die Marke finde ich jedoch die Frage danach, was für Messer man eigentlich braucht. Beispiel: ein Austern-Knacker. So ein Ding ist für mich ein Geschenk für einen Hobbykoch, der schon alles hat. Weil es in wohl jedem Haushalt einen robusten Schlitzschraubendreher gibt, der den Job genauso erfüllt. Überhaupt Schalentiere, erst heute habe ich bei LaferLichterLecker Johann Lafer himself dabei beobachten können, wie er Jacobsmuscheln mit einem ganz gewöhnlichen Frühstücks(!)messer geknackt und ausgelöst hat.
Was braucht man also? Wieder so eine individuelle Frage, die jeder für sich beantworten muss. Ganz persönlich und ehrlich gesagt benutze ich Messer nur dann, wenn ich sie wirklich benutzen muss. Zwar verzichte ich auf alle Gimmicks aus irgendwelchen Teleshops, aber ich habe einen sehr schicken Sparschäler, den ich immer benutze, wenn es möglich ist. Spargel, Kartoffeln, Paprika, Gurken, Radieschen, Äpfel: Sparschäler. Also brauche ich kein Schälmesser. Wenn es denn doch angesagt wäre, greife ich auf mein Office-Messer zurück.
Brauche ich ein kleines Messer mit Wellenschliff, etwa für hartschalige Gemüse wie Tomaten? Vielleicht, aber mein Ausbein(!)messer kann das auch. Ehrlich, ich schneide Tomaten mit dem Ausbeinmesser. Ich benutze das Teil auch zum Parieren. Gerade vorhin etwa Rehmedaillons. Aus denen werden morgen Roulladen "à la Cordon Bleu". Rezept folgt noch, keine Sorge ;-)
Ganz ehrlich gesagt frage ich mich inzwischen sogar, ob ich ein Kochmesser brauche. Ich habe eins, ich benutze es auch, für Kohlköpfe und ähnliches. Aber alles, was nur ein kleines Bisschen filigraner ist, erledige ich mit dem Santoku. Ein wundervolles Werkzeug. Insbesondere deswegen, weil es sich auch für viel filigranere Arbeiten eignet, bei denen man vielleicht zum Office-Messer greifen würde.
Das Office-Messer benutze ich inzwischen fast nur noch für kleine Früchte und zum Parieren von Gemüse, das besonders hübsch angerichtet werden soll.
Gepflegt werden die Messer natürlich trotzdem alle gleichberechtigt :-)
LG Habanero
"To me, life without veal stock, pork fat, sausage, organ meat, or even stinky cheese is a life not worth living." -- Anthony Bourdain
Re: das perfekte Küchenmesser
Hallihallo,
neben Olympia-gucken schreib ich noch diese Zeilen:
meiner Erfahrung nach haben etliche Hobbyköche Berührungsängste beim vermeindlichen Messertyp Nummer 1: dem Küchenmesser.
Selbst Die kleineren unter 20cm sind ihnen viel zu gross, von den Riesenexemplaren gar nicht zu reden...
Das ist natürich abhängig von den Gerichten und von der Übung/Technik: bei mir ist das ähnlich und deshalb ist das mit dem 'neuen Lieblingsmesser' wirklich nicht geflunkert gewesen...hier ist man nahe dran am Schneidgut: und das ist auch GUT so!
Re: das perfekte Küchenmesser
Hallo Phileas,
neben 90elf hören (Bayern gegen HSV
) antworte ich Dir mal.
Berührungsängste mit "dem Großen" hab ich nicht. Ich mag mein G-02 (20 cm). Es ist nur so, dass ich es früher ständig benutzt habe, es aber bei bestimmten Tätigkeiten inzwischen als unhandlich empfinde. Wofür ich es nach wie vor benutze, ist zB Schalotten schneiden. Mit einem kleineren Messer müsste man freihändig schneiden. Durch die lange Klinge vom Kochmesser kannst Du die Spitze auf der Platte lassen und mit dem unteren Drittel saubere Würfelchen schnippeln. Mit dem kleineren Santoku kriege ich die Würfel zwar auch klein, aber niemals so gleichmäßig.
Aber zB beim Parieren von Fleisch benutze ich inzwischen viel lieber, je nach dem, was zu tun ist, diesen tollen Ausbeiner von solicut oder das Santoku, bei ganz feinen Sachen sogar entweder das Office-Messer oder sogar ein Skalpell.
Das wollte ich oben auch andeuten: wenn ich Leute mit einem Messerblock sehe, in dem 12 oder noch mehr Klingen stecken, staune ich nur noch, wozu man das alles braucht. Oft sind das aber "Experten", die der Ansicht sind, dass ein Koch gar alles mit einem Messer machen muss.
Ich stehe inzwischen echt auf "Doktorspiele in der Küche". Falls jemand den "G'raffelmarkt" in Fürth kennt, kennt sicher auch diesen Stand, wo man medizinisches Kleingerät kaufen kann, also echtes Profizeug. Da habe ich mir inzwischen ein halbes OP-Besteck zusammengekauft, zwei Pinzetten, ein Skalpell, zwei Arterienklemmen (bestens für kleine Roulädchen, zB vom Kaninchenfinger), eine Verbandsschere (toll für Kräuter) und so einen von diesen ekligen Haken, mit dem Zahnärzte einem Ewigkeiten bis auf den Nerv im Zahn rumpulen, um dann "Hm, da müssen wir wohl bohren... das ist Karies" zu brummen. Für ganz filigranzes Zeug ist das n hübsches Gerät, zB beim Rauspulen von Venusmuschelfleisch aus der Schale.
Kurz, ich benutze alles, was mir irgendwie hilfreich erscheint. Es muss kein Messer sein. Anderes Beispiel: ich hasse Küchenkrepp. Dafür besitze ich nen ganze Stoß Leinen-Küchentücher. (Meine Waschmaschine steht nicht umsonst in der Küche
.) Ist auf Dauer billiger, aber auch praktischer, weil von so nem guten Handtuch keine Fitzel am Gargut hängen bleibt.
Messer sind für mich einfach kein Fetisch. Auf dem Teller sieht schließlich niemand, womit was geschnitten wurde.
LG Habanero
"To me, life without veal stock, pork fat, sausage, organ meat, or even stinky cheese is a life not worth living." -- Anthony Bourdain