Bio-Essen für die Kleinen
Bio-Essen - das ist schon lange nicht mehr Müsli und Rohkost, sondern absolutes Trend-Food. Auch Kindergärten und Schulen stellen bereits ihre Verpflegung vollkommen auf Bio-Essen um. Das Münchner Projekt „Bio für Kinder“ unterstützt Schulen und Kindergärten bei diesem Vorhaben. Der Waldkindergarten Kallamatsch ist das neueste Mitglied. Mit Freude machen sich die Kleinen über ihr gesundes Bio-Essen her.
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Bio-Essen im Kindergarten „Kallamatsch“
„Ich will noch mehr!“, ruft Celina. Sie hat gerade den letzten Rest Quark aus der Schüssel geschleckt. Der Mund quarkverschmiert, der Appetit groß und die Hauptsache: Es hat geschmeckt. Zum Glück gibt es jetzt noch Kartoffelsuppe mit Würstchen. Die 5-Jährige und die anderen Kinder löffeln bei Sonnenschein das feine Essen. Im Norden des Englischen Gartens in München haben die Kleinen des Waldkindergartens Kallamatsch ihr Reich. Sie tollen über die Wiesen, klettern auf Bäume und bauen Höhlen. Das macht natürlich ganz besonders hungrig und deshalb freuen sich die Kinder auch immer auf das gemeinsame Mittagessen. Abwechselnd wird dieses von den Eltern zubereitet und zur Wiese gebracht. Denn die Kinder spielen nicht nur den ganzen Tag draußen, sie essen auch dort. Nur bei sehr schlechter Witterung findet die Gruppe Unterschlupf in einem nahe gelegenen Bauwagen.
Stadt unterstützt Bio-Essen
Heute ist ein besonderer Tag, denn der Kindergarten hat die Verpflegung vollkommen auf Bio-Essen umgestellt. Möglich macht dies das städtische Projekt „Bio für Kinder“. Es unterstützt Betreuungseinrichtungen dabei finanziell- denn Bio-Essen ist teurer. Aus diesem Grund besucht Joachim Lorenz ( Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München) die Gruppe beim Essen auf ihrer „Dornröschenwiese“. Beim Kochen wurde zwar schon immer auf gesunde Ernährung geachtet, doch leider konnte es aus Kostengründen nicht immer 100 Prozent Bio sein, erklärt Petra Baudis, die Vorsitzende des Kindergartens. Damit dies nun machbar ist, bringt Lorenz, der Pate der Kallamatsch-Gruppe, einen Scheck über 9 000 Euro mit. Mit diesem Betrag sind die Mehrkosten für das Bio-Essen für etwa zwei Jahre abgedeckt.
Bio-Essen auf dem Vormarsch
„Bio für Kinder“ wurde vom Tollwood-Festival und dem Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München ins Leben gerufen. Die Initiative unterstützt mittlerweile 15 Einrichtungen in der Großstadt- vom Waldkindergarten mit 17 Kindern bis zur Ganztagsschule mit über hundert Schülern. Seit 2006 setzt die Stadt München verstärkt auf die Qualität von Biolebensmitteln. Bio-Essen soll in möglichst vielen Bereichen Einzug halten: in Kantinen, Restaurants, Schulen, öffentlichen Einrichtungen und bei städtischen Veranstaltungen. Denn Bioprodukte haben Vorteile. Sie belasten zum Beispiel die Umwelt weniger als herkömmliche Lebensmittel. Bei der Produktion von Bio-Essen wird nur halb so viel Energie gebraucht und auch nur die Hälfte an Treibhausgas produziert. Zudem werden keine chemischen Pestizide oder Mineraldünger eingesetzt. Und für Viele tut sich ein neues Geschmackserlebnis auf. Tomaten schmecken nach Tomaten und das Fleisch wird schön zart. Kein Wunder also, das immer mehr Leute Bioware kaufen. Die Kinder auf der Dornröschenwiese interessieren diese Vorteile natürlich noch wenig. Ihnen schmeckt ihr Bio-Essen und das ist für sie das Wichtigste.
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