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Fasten: Fit in einer Fastenwoche


Fasten: Fit in einer Fastenwoche

Beim Fasten kann man abnehmen, schlank und fit werden, schädliche Schlacken abbauen und das in nur wenigen Tagen. Auch wenn sich der Diätplan aus Kräutertee und Gemüsebrühe spartanisch hart anhört: Wer einmal fastet und die Fastenwoche durchgeführt hat, schwört darauf.


Inhalt:
 

 
 

1. Fasten – was ist das eigentlich?

Das ist Fakt: Mit vollem Magen lassen sich weder geistig noch körperlich Höchstleistungen erzielen. Kein Marathonläufer isst vor dem Start, kein Kreativer dämpft sein Gehirn mit einer üppigen Mahlzeit, wenn er neue Ideen entwickeln möchte. Fasten, also Leben ohne Nahrung, bedeutet nämlich für Körper und Geist nicht weniger Energie, sondern sogar mehr. Der Grund für dieses Paradox ist die Tatsache, dass Essen dem Körper zuerst mal Energie raubt, weil er verdauen muss. Erst nach einiger Zeit, wenn die Verdauungsarbeit also geleistet ist, steht Energie zur Verfügung. Anders beim Fasten: Hier greift der Körper je nach Bedarf sofort auf Energie aus bereits angelegten Nahrungsdepots zurück. Positiver Nebeneffekt dieser raschen Freisetzung von Energie: Fettpölsterchen werden angegriffen.
 

Topfit während dem Fasten. 

Energie aus den Reserven schöpfen
Wer noch nie gefastet hat, kann sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, dass sich der Körper bereits nach einem Tag darauf umstellen kann, nach Bedarf seine Energie allein aus seinen Depots zu ziehen und keinen Hunger mehr zu empfinden. Stellt sich anfangs noch Hunger ein, lässt er sich mit einem Glas Gemüse- oder Obstsaft stillen. Danach schaltet der Organismus auf dieses Programm: Energie aus der Reserve schöpfen. Rund zehn Tage kann ein gesunder Mensch auf diese Weise fasten. Sein Körper ist trotzdem rundum versorgt. Für alte Kulturvölker ist diese Tatsache überlebenswichtig. Unwirtliches Klima und ein entsprechend enges Nahrungsangebot zwangen viele, oft wochen- bis monatelang auf Nahrung zu verzichten. Trotzdem blieben sie leistungsfähig – wie z. B. die Hunzas im Norden des Himalayas. Zwischen neuer Ernte und Versorgung aus Vorräten lag oft eine lange Zeit, deshalb mussten sie oft wochenlang Zeit fasten – bewältigten ihren Alltag jedoch genauso selbstverständlich wie sonst.

Und dass Fasten sogar Kraftreserven freisetzen kann, beweist ein Blick ins Tierreich: Von ihrem im Sommer angesetzten Speck muss das Wild im Hochgebirge dann den ganzen Winter lang zehren. Doch gerade in diese Fastenperiode fällt die Energie raubende Brunftzeit mit Kämpfen und Paarung.
 

2. Fünf Grundregeln fürs Fasten

Fasten bedeutet mehr, als nur die Nahrung weglassen. Hier die fünf Regeln, damit es optimal klappt:
 

1. An den Fastentagen wirklich nichts essen, sondern nur trinken: Tee, Gemüsebrühe, Obst- und Gemüsesäfte und viel Wasser. Richten Sie sich dabei nicht nach Ihrem Durst, sondern trinken Sie auf jeden Fall mehr.
 

2. Lassen Sie alles weg, was nicht wirklich lebensnotwendig ist. Das gilt nicht nur für Genussmittel wie Alkohol und Nikotin, sondern auch für Kaffee und Süßigkeiten. Stoppen Sie auch - nach Rücksprache mit Ihrem Arzt - wenn möglich Medikamente, die sie sonst manchmal oder regelmäßig einnehmen.
 

3. Lösen Sie sich aus dem Alltag. Reduzieren Sie so weit wie möglich Termindruck, familiäre Verpflichtungen usw. Verzichten Sie auf die für die meisten so allgegenwärtige Informationsberieselung aus den Medien. Wenn diese Reizüberflutung gestoppt ist, können Sie sich besser auf sich selber konzentrieren. So überlassen Sie sich weniger der Steuerung von außen und mehr der von innen.
 

4. Verhalten Sie sich so, wie Ihr Körper es fordert: Wenn Sie sich müde fühlen, legen Sie sich schlafen, wenn Sie sich bewegen möchten, treiben Sie Sport. Tanzen Sie, lesen Sie, hören Sie Musik – tun Sie nach Möglichkeit alles, was sie möchten.
 

5. Fördern Sie das Ausscheiden. Das bedeutet: Sorgen Sie für regelmäßige Darmentleerung, durchspülen Sie die Nieren gut und schwitzen Sie. Weil auch Haut und Schleimhäute Schad- und Schlackenstoffe ausscheiden, sorgen Sie dafür, dass sie gut gepflegt sind.
 

Thema Darmentleerung: Als körpereigene „Müllabfuhr“ befreit der Darm den Körper von überflüssigen und schädlichen unverwertbaren Resten und Schlacken. Während des Fastens sollten Sie ihn dabei gezielt unterstützen. Dazu eignen sich Sauerkrautsaft, Molke oder Buttermilch. Besonders stark wirkt warmes Wasser mit Bittersalz. Geben Sie dazu zwei Teelöffel Bittersalz auf ein Glas warmes Wasser. Bewährt zur Fastenunterstützung hat sich auch der Darmeinlauf. Füllen Sie dafür ein Darmklistier mit körperwarmem Wasser, führen Sie es nach Anweisung ein und lassen Sie das Wasser in den Darm gelangen. Halten Sie das Wasser ein paar Minuten. Geben Sie dann dem Drang nach und benutzen sie die Toilette. Bittersalz und Klistier gibt es in der Apotheke.
 

3. Sieben effektive Fastenformen

Wer denkt, Fasten bedeutet im Prinzip immer dasselbe, weiß noch nicht alles darüber. Denn Fasten ist nicht gleich Fasten. Es gibt verschiedene, effektive Varianten:

1. Fasten nach Buchinger: Hier ist ausschließlich trinken angesagt: Morgens und nachmittags Kräutertee, mittags Gemüsebrühe und abends Obst- oder Gemüsesaft. Der Tee darf mit etwas Honig gesüßt werden. Darüber hinaus gibt es selbstverständlich viel Wasser. Die Diät wurde von dem Arzt Dr. Otto Buchinger entwickelt.
2. F. X.-Mayr-Kur: Zuerst gibt es nur Tee und Wasser, später klein geschnittene, trockene Semmeln und Milch. Wichtig dabei ist, die Semmeln viele Male zu kauen. Die drei Eckpfeiler der vom österreichischen Arzt F. X. Mayr entwickelten Fastenkur heißen Säuberung, Schonung, Schulung. Darmreinigung und eine Unterweisung für gesunde Ernährung gehören demnach dazu.
3. Molkefasten: Kräutertees und Pflanzensäfte, vor Allem jedoch ein Liter Molke, die man nicht auf einmal, sondern über den Tag verteilt trinkt, gehören zu dieser Fastenform. Molke entsteht als Nebenprodukt bei der Herstellung von Käse und Quark. Die leicht milchige, wässrige Flüssigkeit enthält wertvolles Eiweiß. Deshalb kann Molke verhindern, dass Muskeln während des Fastens abgebaut werden.
4. Rohsäftefasten: Bis zu fünfmal pro Tag frisch gepressten Gemüse- oder Obstsaft trinken, dazu mindestens zwei Liter Wasser. Im Prinzip ist das Rohsäftefasten eine Variante der Buchinger-Kur.
5. Schleimfasten: Hier gibt es ausschließlich leichten Reis-, Hafer-, Gerste- oder Buchweizenschleim. Der weiche Brei aus Wasser und Getreide schont die Schleimhäute im Verdauungstrakt und sorgt dafür, dass sie wieder gesund funktionieren. Die Kur eignet sich deshalb vor allem für alle, die Magen- und Darmbeschwerden haben. Ausgiebig Wassertrinken gehört selbstverständlich auch zu dieser Fastenkur.
6. Teefasten: Hier gibt es ausschließlich Kräutertee und Wasser. Die basenreichen Kräuter sorgen dafür, dass der Körper während des Fastens nicht übersäuert.
7. Wasserfasten: Die strengste Form des Fastens erlaubt ausschließlich Wasser – und das reichlich. Wichtig ist dabei, qualitativ hochwertiges Mineralwasser zu verwenden.
 

4. Wer darf fasten und wer nicht?

Im Prinzip darf jeder die Fastenwoche durchführen, der gesund ist. Also jeder ab 16 Jahren und selbstverständlich auch ältere. Wer schwanger ist oder stillt, sollte besser auf das Fasten verzichten und bis einige Wochen nach der Geburt und nach dem Abstillen warten. Denn beim Fasten greift der Körper bekanntlich auf Fettreserven im Körper zurück. Diese sind jedoch auch ein Depot für Giftstoffe und Schlacken. Sie gelangen beim Abbau in das Blut und könnten so auch das Kind erreichen. Außerdem sind Gründe, nicht zu fasten:
  • Wenn Sie sich in einer Stressphase befinden
  • Wenn Sie sich erschöpft fühlen – etwa nach einer Krankheit
  • Wenn Sie eine Essstörung haben – dann bitte Ihren Therapeuten fragen
  • Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, etwa gegen Bluthochdruck, oder wenn Sie Diabetiker sind – dann bitte mit dem behandelndem Arzt sprechen.
Der letzte Punkt gilt natürlich auch für alle, die sich unsicher fühlen. Im Gespräch mit dem Arzt lässt sich klären, ob die Fastenwoche für Sie geeignet ist.
 

5. Die Fastenwoche – viel trinken, Leber und Verdauung unterstützen

Legen Sie Ihre Fastenkur am Besten in eine ruhige Zeit, z. B. in den Urlaub. Sie gliedert sich in einen Entlastungstag, fünf Fastentage und zwei Aufbautage. Etwas Bewegung und Ruhephasen ergänzen das Fasten ideal. Zusätzlich sollten Sie sich täglich Zeit nehmen für entspannte Körperpflege, also z. B. ein warmes Bad. Ein Leberwickel unterstützt den Körper zusätzlich beim Entschlacken. Dazu füllen Sie eine Wärmflasche mit heißem Wasser. Umwickeln Sie diese mit einem Leintuch, das in heißem Wasser gespült wurde und fest ausgewrungen ist. Legen Sie nun diesen feuchten Wärmepack auf den Bauch und umwickeln Sie sich an dieser Stelle mit einem trockenen Handtuch. Ruhen Sie damit etwa eine halbe Stunde aus, bis die Wärme nachlässt.
 
 

Zum Rezept auf BonGusto: Gemüsebrühe  

Zum Rezept auf BonGusto: Pikanter Pellkartoffelsalat  

 

6. Rezepte für den Aufbau und den Erhalt

Den Körper vorsichtig wieder an feste Nahrung gewöhnen ist die Aufgabe der folgenden Gerichte. Sie ergänzen Kartoffelbrühe, Möhrengemüse, Weizenschrot- und Gemüsesuppe sowie den süßen Joghurt, die bereits unter den einzelnen Tagen der Fastenwoche aufgeführt sind. Um das Gewicht auf Dauer zu halten, lassen sich die gesunden Rezepte selbstverständlich jederzeit als Ersatz für eine Mahlzeit verwenden. Oder Sie legen mal zwischendurch einen kalorienarmen Tag ein, indem Sie Ihren Speiseplan nach den Vorgaben für den Entlastungstag oder einem der Aufbautage gestalten. Hier weitere Rezepte aus der BonGusto Rezept-Datenbank:
 

7. Gewinnbilanz nach der Fastenwoche

Nach der Fastenwoche haben Frauen durchschnittlich drei bis vier Kilo verloren, Männer sogar bis zu sechs. Das liegt daran, dass Männer meist mehr Muskelmasse haben als Frauen und deshalb bereits in Ruhe mehr Energie verbrennen als sie. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass Frauen während des Fastens ihre Wärmeproduktion drosseln und dadurch weniger Kalorien verbrennen – und in der Folge auch weniger Gewicht abbauen.

Doch der Gewichtsverlust ist nur eine der vielen positiven Folgen des Fastens. Weil der Körper zuerst alles verbrennt, was er nicht braucht – also Schlacken, Fett und überflüssiges Eiweiß, das sich in Gewebe und Blutgefäßen eingelagert hat – reinigt das Fasten den Körper sozusagen von innen. Viele berichten nach einer Fastenwoche, dass sich z.B. Gelenkbeschwerden gebessert haben oder dass sich ein tendenziell etwas höherer Blutdruck normalisiert hat. Nachweislich verringern sich die Blutfettwerte und die Leberwerte liegen im absolut grünen Bereich.

Nicht zuletzt ist die Fastenwoche auch ein Beauty-Booster. Die Haut klärt sich, Unreinheiten und rote Flecke verschwinden. Auch Cellulitis, die unschönen Bindegewebedellen an Po und Oberschenkeln straffen sich. Denn das durch Schlacken aufgedunsene und geschwächte Bindegewebe gewinnt wieder an Spannung. Fasten wird deshalb auch als „Kosmetik von innen“ bezeichnet.
 

8. So halten Sie auf Dauer Ihr Gewicht

Nach der Fastenwoche erscheint bereits eine Kalorienmenge von 1400 üppig. Wer jetzt aufmerksam bleibt und auf seinen Körper hört, hat die besten Chancen, dass die verlorenen Kilos sich nicht wieder erneut bilden. Achten Sie also auf Ihr Hunger- und Sättigungsgefühl – essen Sie nur dann, wenn sie wirklich Hunger haben und hören Sie auf, sobald das Gehirn „satt“ meldet. Selbstverständlich können Sie regelmäßig einen Entlastungs- oder Aufbautag der Fastenwoche einlegen und so für eine rasche „Zwischendurch“-Entschlackung sorgen.

Fallen Sie jetzt nicht in alte Ernährungsmuster zurück – Schokocroissant zum Frühstück, mittags Currywurst und abends Chips beim Fernsehen. Die Faustregel für vollwertige Ernährung gegen Übergewicht hilft Ihnen dabei. Ihre Formel lautet: VVMM. Die Abkürzungen stehen für vollwertig, vielseitig, mäßig und mager. Die folgenden Tipps erläutern das näher und helfen Ihnen dabei, Ihren Gewinn aus der Fastenwoche auf Dauer zu halten:
 

1. Vollkornbrot statt Weißbrot: Volles Korn, geschrotet oder auch gemahlen macht schneller satt und versorgt den Körper mit wertvollen Mineralstoffen und Vitaminen, die in seiner Schale enthalten sind – während weiße Semmeln und Brot nur leere Kalorien bieten.
 

2. Das richtige Mehl verwenden: Verbannen Sie weißes Mehl aus Ihrer Küche, kochen und backen Sie in Zukunft nur noch mit Vollkornmehl.
 

3. Gemüse am besten roh: Kochen zerstört viele Pflanzenwirkstoffe. Genießen Sie deshalb Obst und Gemüse am besten roh. So gewinnt Ihr Körper daraus alle Vitamine, Fermente und Mineralien.
 

4. Zucker und Süßigkeiten reduzieren: Limonaden, Kekse, Küchen, Schokolade, Eis ... Süßigkeiten machen nicht nur dick, sondern sind von ihrem Nährwert her absolut unsinnig. Verwenden Sie zum Süßen besser Obstdicksaft oder Honig und gehen Sie auch damit sparsam um.
 

5. Wenig salzen: Salz bindet Wasser im Körper und macht damit allein schon optisch dick. Zusätzlich belastet es Nieren und Herz. Sparen sie also beim Salz und würzen Sie besser mit Kräutern. Nach und nach gewohnt sich der Geschmack an sparsam Gesalzenes.
 

6. Fett meiden: Wenn Sie kaltgepresste Pflanzenöle statt Butter und Sahne zum Kochen verwenden, haben sie bereits viel für Ihren Körper gewonnen. Achten sie zusätzlich auf versteckte Fette in Wurst und Fleisch.
 

7. Tierisches Eiweiß sparen: Der Körper braucht Eiweiß z. B. für die Muskeln. Allerdings sollten Sie dabei so weit wie möglich nicht auf tierisches Eiweiß aus Fleisch, Eiern und Milch setzen, sondern auf pflanzliches aus Getreide. Als Richtlinie für Ihren täglichen Nahrungsplan gilt: Zwei Drittel pflanzliches Fett, ein Drittel tierisches.
 

8. Auf die Zusammensetzung achten: Die tägliche Nahrungszufuhr sollte aus bis zu 15 Prozent Eiweiß, bis zu 35 Prozent hochwertige Fette und bis zu 60 Prozent Kohlenhydraten bestehen.
 

9. Sinnvoll trinken: Zwei bis drei Liter pro Tag sollten es schon sein – vor allem frisches Wasser, Kräutertees und Saftschorlen. Kaffee und schwarzen Tee sollten Sie nur zum Genuss und nicht als Durstlöscher trinken. Das gilt auch für Alkohol, der neben vielen leeren Kalorien zusätzlich die Organe schädigen und süchtig machen kann.
 

10. Setzen Sie auf Qualität, nicht auf Quantität: Weniger ist mehr – kaufen sie deshalb hochwertige Lebensmittel, wenn möglich aus kontrolliert ökologischem Anbau und artgerechter Haltung. Diese Produkte sind gesünder und besser im Geschmack.
 

11. Meiden Sie Zusatzstoffe: Lesen Sie beim Einkauf die Liste der Inhaltsstoffe genau. Produkte, die Farb- und Geschmacksstoffe oder Konservierungsmittel enthalten, sind weniger empfehlenswert.
 

12. Immer frisch kaufen: Achten Sie darauf, dass zwischen Ernte und Verzehr so wenig Zeit wie möglich verstrichen ist. entscheiden sie sich deshalb für Produkte aus der Region oder auch mal Tiefkühlkost, die auf jeden Fall ernährungsphysiologisch wertvoller ist als Konservenkost.
 
Buchtipp mit Rezepten zum Fasten

Buchtipp mit Rezepten zum Fasten

Wie neugeboren durch Fasten
von Dr. med. Hellmut Lützner

Gräfe und Unzer Verlag, Neuauflage 2008, Erstausgabe 1976
ISBN 978-3-8338-0700-8
12,90 Euro

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Bilder: Franz Pfluegl / fotolia.com, elnur / fotolia.com, M. Franke / pixelio.de, tv.gusto GmbH, William Berry / fotolia.com, Gräfe und Unzer Verlag, Anyka / fotolia.com
 
Autor/in:
Monika Preuk Nachricht schreiben

Verfasst am 23. Februar 2009

 
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BISHERIGE KOMMENTARE
Reihenfolge:
 
 

Wenn ich mir so anschaue...

...was unter Punkt 8 so steht und vor allen Dingen die 12 Punkte um das Gewicht zu halten - nein, das muss ich sagen, da fang ich mit dem fasten erst garnicht an!

Ich ernähre mich durchaus diszipliniert, glaube ich, aber  n u r  Vollkornbrot,  k e i n e n  Zucker, Gemüse schwerpunktmässig  r o h  u.s.w, u.s.w. nein, so möchte ich nicht leben wollen, da kommen Genuss und Lebensfreude einfach zu kurz!

Wenn ich mich im Forum so umschaue, dann ist dieser Artikel sicher für viele von uns -sagen wir einmal, seltsam.

Und ich meine das ganz ernst.

Vor Jahren hab ich einmal eine zweiwöchige Trinkkur gemacht und war über das Ergebnis eigentlich nur enttäuscht.

Vielleicht hat mein Denkansatz nicht gestimmt - ich wollte Gewicht verlieren, dieEntschlackung oder geistige Reinigung stand bei mir nicht im Vordergrund.

Es hat sich auch kein Glücksgefühl eingestellt und ich hab das Ende der Fasterei herbeigesehnt.

Die drei Kilo, die ich in diesen zwei Wochen abgenommen hab, waren natürlich in ein paar Tagen wieder da.

Ein Entlastungstag zwischendurch ist recht positiv und dass heut kaum noch jemand aus den Vollen kocht und lebt ist sicher auch richtig. Aber auf Dauer so leben - nein, das möchte ich nicht!

Wohlgemerkt  i c h   nicht. Andere Menschen machen andere Erfahrungen, wie man sieht.

 

Einen gemütlichen Sonntag wünsch ich Euch

Michaela

Von michaela64 am 08.03.2009 - 09.01 Uhr
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richtig ernähren

zwinkerngeniesse jeden Tag, besser noch : jede Stunde......

ist ja alles richtig, was da steht. wenn wir das alle so machen, können wir den größten teil von BG schließen. wichtig erscheint mir das trinken. viel wasseer, aber das ist nicht jedermanns sache.

ich habe im letzten jahr 3 monate vernünftiger gelebt, die ersten 4 tage mit der BCM basis und dann nichts mehr nach 18.00 gegessen, weniger alkohol und jeden tag 3 l wasser, habe 14% abgenommen und gehalten. werde das bald für 4 wochen wiederholen und dann nochmal ca 5 kg abnehmen. kasteien - nein danke. außerdem kommen ja bald von buggi die tollen fischideen- leben will ich auch noch. LG

Von sandra 3 am 08.03.2009 - 09.35 Uhr
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ich hab mal eine frage ...

... nun, frau preuk, wie stellen sie es sich eigentlich vor, wie sich schichtarbeiter - zb in bergwerken, kohlegruben aber auch in produktionsfabriken (auto- und maschinen-industrie, verpackung, zulieferteile usw usw) auf diese weise ernähren sollen? ja nicht einmal die büromitarbeiter im schichtdienst können so ausführlich ausgewählte produkte verwenden. alleinerziehende elternteile - selbst wenn sie nur halbtags arbeiten können nicht den rest des tages damit verbringen, so spartanische zutaten so gezielt auszusuchen.

nun, frau preuk, wie stellen sie sich das vor? 

grüße der hobbybruzzeler

Von Hobbybruzzeler am 08.03.2009 - 09.43 Uhr
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noch eins drauf ...

ich entschuldige mich bei den dauerarbeitern, zb in der landwirtschaft, den dienstleistungsmitarbeitern, zb speditionen, gesundheitswesen und aus allen anderen sparten usw - die hatte ich ja ganz vergessen, entschuldigung ... der hobbybruzzeler
Von Hobbybruzzeler am 08.03.2009 - 09.48 Uhr
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Das ist doch das Übel der Zeit

nämliche die Zeit selbst.

Ein großer Teil der "arbeitenden" Bevölkerung hat einfach nicht mehr die Zeit, sich so ausführlich und mit entsprechend frischen Zutatten zu beschäftigten, geschweigedenn sie zu besorgen. Es denn, er steht um 3 Uhr auf und geht auf den Großmarkt oder so.

Es wird immer wieder unterschätzt, wieviel Aufwand manchmal die Zutatenbeschaffung mit sich bringt und dann müssen diese zu zu oder aufbereitet und gelagert werden.

Das Problem ist aber auch, dass viele Menschen in der heutigen Zeit erst langsam wieder lernen, wie man denn mit freischen Lebensmitteln umgeht - wie sie eigentlich schmecken, denn sie schmecken ja nicht so, wie man sie aus der Micro kennt.

In dieser Bewegung bewundere ich die Arbeit von Leuten wie Sarah Wieners, die sich bemüht, nicht nur den Kindern den Zugang zu den frieschen Produkten schon von Grund an zu ermöglichen.

Ich weiss, es ist evtl. OT hier - aber gehört doch irgendwie dazu - denn Hobbybruzler stellt ja seine Frage auch in dieser Richtung.

Lieben Gruss

Bela

Das Leben ist viel zu kurz um nicht lecker zu essen.

Johann Lafer

Von am 08.03.2009 - 09.53 Uhr
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Richtig ernähren

hei sandra, übertreib es nicht mit dem abnehmen,sonst fällst du in der sauna durch die ritzen. Mein erstes fischgericht hab ich gerade reingestellt, natürlich niedrig gegart. Ansonsten schließe ich mich euch anderen an. LG. Buggi
Von buggi-52 am 08.03.2009 - 10.57 Uhr
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ich hab mich nochmal damit beschäftigt...

... und nochmal gelesen, weils mich so beschäftigt. Und ich bin wieder zu der Überzeugung gekommen, dass eine so strenge Form der Ernährung - und ich meine jetzt nicht die kurze Zeit des fastens, sondern vielmehr das leben danach - für einen gesunden Menschen schwer vermittelbar ist. Viele von uns müssen aus gesundheitlichen Gründen eine Form von Diät einhalten. Das ist unumgänglich und lebensnotwendig. Aber ebensoviele oder noch mehr, können und dürfen nach gusto essen. Wir alle, die wir uns hier im Forum zusammengefunden haben, haben doch Spass am kochen, Freude am geniessen und wir übernehmen durchaus auch Verantwortung für unseren Körper. Fett und Zucker sind Genuss und Geschmacksträger. Eiweisse in Form von Fleisch, Fisch und Molkereiprodukten ermöglichen schnelle Geschmackserlebnisse die uns zeitgehetzten Arbeitnehmern auch Entspannung bieten. Wenn ich blos an so was simples, wie Fleischpflanzl mit Kartoffelsalat denke, dann ist das eigentlich blos ungesund - aber absolut wohlschmeckend und zufrieden machend. Und grad das sollte nicht mehr auf den Tisch! Ich selber hab das Glück einen Gemüsegarten zu haben, aber der ernährt uns - in unserem Klima - allenfalls ein halbes Jahr. Ich selber hab auch das Glück, relativ viel Zeit in's kochen investieren zu können, deshalb kann ich praktisch alles selber machen und bin nicht auf vorgefertigte Produkte angewiesen. Aber auch ich will trotz disziplinierter Ernährung (seit 25 Jahren bin ich am abnehmen) auf gelegentliche Genüsse nicht verzichten. Meine Ärztin hat grad in dieser Woche von zuviel Disziplin abgeraten. Ihr ist Genuss und Lebensfreude wichtiger als ein paar Kilo weniger auf der Hüfte. Vielleicht ist der Artikel einfach nur ein bissl überzogen geschrieben und vom Grundgedanken her anders aufzufassen. Vielleicht passt er auch nur nicht zu "bon gusto". Liebe Grüsse Michaela
Von michaela64 am 08.03.2009 - 12.01 Uhr
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diäten ...

@michaela - schade, dass frau preuk noch nicht direkt auf meine fragen geantwortet hat ... ich hab ja schon in der bongusto-umfrage angedeutet, dass ich auch ziemlich viel zeit mit dem kochen verbringe und auf fix-und-fertig-produkte so oft wie möglich verzichte. mein hausarzt ist da aber nicht so gelassen, was das abnehmen betrifft ... könntest du mir bei gelegenheit mal die adresse deiner ärztin geben ? zwinkern aber eines noch - neben den leiblichchen genüssen kann man auch der seele ein paar streicheleinheiten gönnen - musik zb hat keine kalorien...
Von Hobbybruzzeler am 11.03.2009 - 10.01 Uhr
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