Niederlande - Amsterdam mit Jamie
TV-Koch Jamie Oliver nutzt seine Popularität, um sozial benachteiligten Jugendlichen eine Chance zu geben. Sein Projekt nennt sich „Fifteen“, gibt’s in London, Amsterdam, Cornwall und Melbourne und ist eine Idee, die Schule machen sollte! BonGusto hat sich die Fifteen-Filiale in Amsterdam mal genauer angesehen.
Inhalt:
Samstagabend im
Fifteen, Amsterdam.
Stylische Mittdreißiger entspannen beim Aperitif an der Bar. Die gemütliche Trattoria ist bis auf den letzten Platz besetzt. Aus der offenen Küche dringt leises Geschirr- und Töpfeklappern, über dem Grill dampft es behaglich. Es riecht nach frischen Kräutern, Pasta, Tomaten ... „Wo ist Jamie?“, fragen wir. Ausgeflogen. Wieder zu Hause, in London. Vor zwei Wochen war er das letzte Mal auf Stippvisite hier, hat seinen Kochschülern einen Besuch abgestattet und in der Küche nach dem Rechten gesehen. „Er ist umwerfend“, sagt Chefkoch Hans van Triest, ein mächtiger Mann mit verschmitztem Lachen im Gesicht. „Ein Idol! Die Schüler lieben ihn. Warum kommt ihr nicht zum Dessert in die Küche und guckt euch das alles mal an?“ Das lassen wir uns nicht zweimal sagen.
Stylische Mittdreißiger entspannen beim Aperitif an der Bar. Die gemütliche Trattoria ist bis auf den letzten Platz besetzt. Aus der offenen Küche dringt leises Geschirr- und Töpfeklappern, über dem Grill dampft es behaglich. Es riecht nach frischen Kräutern, Pasta, Tomaten ... „Wo ist Jamie?“, fragen wir. Ausgeflogen. Wieder zu Hause, in London. Vor zwei Wochen war er das letzte Mal auf Stippvisite hier, hat seinen Kochschülern einen Besuch abgestattet und in der Küche nach dem Rechten gesehen. „Er ist umwerfend“, sagt Chefkoch Hans van Triest, ein mächtiger Mann mit verschmitztem Lachen im Gesicht. „Ein Idol! Die Schüler lieben ihn. Warum kommt ihr nicht zum Dessert in die Küche und guckt euch das alles mal an?“ Das lassen wir uns nicht zweimal sagen.
Eine große Idee
... die der britische Fernsehkoch und Bestsellerautor Jamie Oliver vor gut 5 Jahren ins Rollen brachte. Sein Konzept einer etwas anderen kulinarischen Talentschmiede ging von London aus um die Welt. Mit dem kürzlich eröffneten Restaurant in Melbourne sind sie nun zu viert. Viermal fünfzehn Azubis pro Jahr, die unter qualifizierter – manchmal sogar Jamies – Anleitung Trendgastronomie machen. Tendenz expandierend.Für viele eine neue Perspektive
Nur, dass die Jugendlichen nicht irgendwelche Jugendlichen sind. Sondern sozial benachteiligte, arbeitslose, manchmal auch kleinkriminelle Jugendliche, die in der Küche des Naked Chef neuen Lebensinhalt finden. Die im Team mit Profi-Köchen zu soliden Koch-Kennern aufgebaut werden. Und dabei nicht nur lernen, Verantwortung zu übernehmen, sondern ganz nebenbei auch ihre „emotionalen und sozialen Skills“ zu schulen.
Chefkoch Hans zeigt Katja die Küche
Sozialhilfe auf kulinarisch
Persönlich gestärkt und mit Abschluss in der Tasche werden sie anschließend in ein neues Leben entlassen. Ein Leben mit Perspektive. Unabhängig, inspiriert, produktiv. Ein Leben, aus dem sie etwas machen können. Jamie sei Dank. „Wenn sie hier anfangen, haben sie von Tuten und Blasen keine Ahnung“, sagt Chefkoch Hans. „Egal. Wir lehren sie alles, was sie brauchen.“Bewerber-Auslese
Eigene Agenturen suchen im ganzen Land nach passenden Kandidaten für Jamies Azubi-Küche in Amsterdam. Aber auch Initiativbewerbungen sind willkommen. Besondere Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Auch mit schwierigen Charakteren werde man fertig, sagt Hans. Seine Statur lässt keine Zweifel daran: „Damit müssen wir hier einfach fertig werden.“ Hauptsache, die jungen Leute mögen das Metier. Bringen Liebe zum Kochen und Essen mit. Alles andere lernen sie im Fifteen.
Begeisterung steckt an
Am liebsten möchte man sich spontan so ein Fifteen-Hemd überziehen, die Kochschürze umbinden und mit anpacken! So mitreißend ist die Stimmung hier im Team. Die österreichische Serviceangestellte Anna Gstrein eröffnet uns zum Cappuccino, dass sie zuvor in der Fifteen-Zentrale in London gearbeitet habe und quasi von der ersten Stunde an mit an Bord war. Wir sind fast ein bisschen neidisch. Nehmen uns fest vor, den Koch-Star, der unter anderem schon mit Jamiroquai-Sänger Jay Kay kochte, in London aufzusuchen.Zur Nachahmung empfohlen
Um in der Zwischenzeit keine Entzugserscheinungen zu bekommen, besorgen wir uns im Shop Jamies neues Kochbuch: „ Besser kochen mit Jamie“ (Januar 2007). 160 neue, wie gewohnt überwältigend schlichte Rezepte des „Naked Chef“. „Stick a picture here and become one of my students“ heißt es auf den Intro-Seiten. Einfach Bild einkleben und dazugehören! Machen wir, selbstredend. So tut man auch noch ein gutes Werk: Der Bucherlös kommt wieder Fifteen zugute ...
Das Fifteen: trendig ...
... und schick.
Einblick in die offen Küche
Fifteen
Pakhuis Amsterdam
Jollemanhof 9
1019 GW Amsterdam
0900 - FIFTEEN (0900-3438336)
info@fifteen.nl
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Service Amsterdam
Ausruhen
Feinster Lachs: Essen im Hotel The Dylan
Ausgeben
Fashion gibt’s quer durch die Stadt, bunter und avantgardistischer als sonst irgendwo auf der Welt. Mode ist hier ein Stück Lebenslust! Chic und entsprechend teuer ist es auf der PC Hofstraat, hippes Design findet man im sonst eher schmuddeligen Viertel De Pijp, Yuppies kleiden sich gern in Havens Oost neu ein. Einer der originellsten Friseurläden der Stadt ist Tommyz Toko, hier kann man sich zwischen Vintage Mobilar, Hippiemode und alten Vinylplatten einen coolen, neuen Haarschnitt verpassen lassen. Ausgefallene niederländische und internationale Designkreationen wie den zarten Kerzenleuchter „Twiggy“ findet man bei Pol’s Potten. Kümmelgouda, Droste-Schokopastillen, Honigwaffeln und andere holländische Spezialitäten bekommt man in der Kaaskamer (Runstraat 7).
Ausfahren
Kunstfreunde sollten sich einen Ausflug nach Den Haag nicht entgehen lassen, die Zugfahrt vom Hauptbahnhof dauert nur gut 40 Minuten. Das berühmte „Mädchen mit dem Perlenohrring“ von Vermeer hängt im Mauritshuis. Im Gemeente Museum unbedingt die Mondrians, Monets und Picassos angucken! Frische Seeluft und Strandleben finden Sie direkt vor den Toren Amsterdams: Die Strandclubs von Bloemendaal ( Republiek; Woodstock 69) sind legendär. Tipp: Parkautomat füttern – Falschparken kostet ohne Pardon 50 Euro.
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